Tagebuch

Harz 2007

Nachdem sich alle gestärkt hatten ging es weiter nach Trochheim, über Reuden und Zerbst, um dort um 10.30 Uhr die Autofähre zu erreichen und über die Elbe zu kommen. In der nächst größeren Stadt, in  Calbe legten wir wieder eine kleine Pause ein, um den Maschinen etwas zum verbrennen zu geben und uns dort der Regenbekleidung zu entledigen. Da leider nicht immer das Wetter so mitspielte wie wir uns es gewünscht hätten. Ab und zu ließ Petrus es doch mal regnen.

Danach ging es weiter über viele beschauliche Straßen und Ortschaften um dann Schluss endlich für diesen Tag in Blankenburg / Ortsteil Oesig anzukommen. Gegen 14.00 Uhr waren wir an unserem Reiseziel im „Ferienhotel Mönchemühle“. Die Unterkunft war bescheiden aber ausreichend für unsere Bedürfnisse, da wir ja nur 3 Nächte dort geschlafen haben und die meiste Zeit der Tage unterwegs waren. Auch die Umgebung war einen Spaziergang wert. Gleich in der Nähe von unserem Ferienhotel war ein kleiner Wald mit mehreren künstlich angelegten Wasserbecken für die ehemalige Mönchemühle. Auch einige Nutrias ließen sich dort von uns begutachten und füttern.

Nachdem wir angekommen waren, bezogen zuerst einmal alle ihre Zimmer und dann fuhren einige noch einmal los um die Gegend zu erkunden, noch etwas zu tanken oder um einfach noch einmal Spaß zu haben. Im Laufe des Nachmittags kamen dann die restlichen Iron-Riders eingetrudelt und wir waren dann als Gruppe von 35 Personen und 27 Maschinen komplett. Den ersten Tag und Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

Der zweite Tag fing mit einem kräftigen Frühstück und für die meisten mit einem Kaffee an. Dann sammelten sich alle und machten sich bereit um nach Rübeland zu fahren. Denn dort stand die geführte Besichtigung des Schaubergwerks in Elbingerode an. Doch bevor es überhaupt nach unten ging, mussten wir in einem Umkleideraum alle überflüssigen Bekleidungsgegenstände und Helme gegen die dort übliche Einheitskleidung von blauem Kittel und Schutzhelm eintauschen. Erst nach dem Tausch konnten wir mit der Lohrenbahn „einfahren“. Das wir die Kittel und Helme für unseren persönlichen Schutz brauchten war nach kurzer Zeit klar, denn es tropfte immerzu Wasser von der Decke herunter, welches sehr salzig war. Die Führung war sehr interessant. Besonders auch, weil der Bergwerkführer sich viel Zeit genommen hatte und die meisten Geräte auch vorführte oder ausgiebig die Funktionsweisen beschrieb, auch war er sehr geduldig und beantwortete alle Fragen. Es war sehr beeindruckend und ein tolles Erlebnis.

Nach dem Schaubergwerksbesuch ging es dann zur „Rappbode - Talsperre“. Und von dort an konnte jeder seinen Nachmittag individuell gestalten. Einige fuhren wieder zurück zur Unterkunft, viele nutzten den Nachmittag um etwas von der Umgebung zu sehen oder nur um zu fahren und wiederum andere fuhren wieder einmal zum „Windbeutelkönig“ um sich dort den Bauch voll zuschlagen. An diesem Tag war es besonders schön, bei Sonnenschein draußen zu sitzen und einen Windbeutel mit einer süßen oder herzhaften Füllung, wie zum Beispiel mit Lachs oder Harzer Käse zu genießen.

Nachdem wir am dritten Tag das Frühstück hinter uns hatten, machten wir uns wieder startklar für die nächste Erkundungstour. Diese fing mit dem Zusammentreffen mit den „Bikerfreunden Langenstein“ an. Wie schon Wochen vor unserem Eintreffen verabredet kamen sie und führten uns durch ihre Heimat. Zuerst ging es auf der Kurvenreichen B 85

zum Kyffhäuser hinauf . Dort hatten wir einen Aufenthalt von ca. 2 Stunden. Die Langensteiner zeigten uns ihre Region und ihre Lieblingsstrecken, die nur „Eingeborene“ kennen. Besonderer Höhepunkt dieser Führung waren die Langensteiner Höhlenwohnungen wo uns  einige Mitglieder der Bikergruppe mit Kaffe und Kuchen erwarteten.

Nach diesem ausgedehnten Kaffee machten wir uns wieder auf den Weg zurück zur Unterkunft und bereiteten uns auf den Abend vor. Da es ja schon wieder der letzte Abend war und es am nächsten morgen wieder nach Hause ging, machte der Wirt des Ferienhotels seinen separaten Festsaal auf und holte den Grill raus. Gemeinsam mit den Bikerfreunden aus Langenstein wurde bis zum nächsten morgen gefeiert. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an die „Bikerfreunde Langenstein“, die durch ihr wissen um schöne Moppedstrecken unseren Aufenthalt noch interessanter machten.

[Einige waren am kommenden Morgen noch etwas müde, weil am letzten Abend lange gefeiert wurde, aber alle waren fit genug um wieder nach Hause fahren zu können.]

Der letzte Tag war angebrochen. Wie jeden Tag frühstückten wir, machten die Zimmer abgabebereit und bereiteten uns auf die Heimreise vor.

Gegen neun Uhr ging es dann heimwärts. Unser Weg führte uns über Aschersleben und dann weiter bis nach Aken zur Autofähre über die Elbe. Doch als wir nach der Autofähre weiter wollten, mussten wir eine kurze Zwangspause einlegen, weil die Maschine von Iron Horse nicht mehr wollte. Aber nach einigen Starthilfeversuchen, worauf wir immer vorbereitet waren, aber nie in Anspruch nehmen mussten, sprang sie wieder an und es konnte weiter gehen. Später mussten wir noch einmal pausieren, weil die Maschine von Iron Bull einen mittleren Schaden erlitten hatte. Er wollte doch tatsächlich gemeinsam mit seinem Mopped, liegend die Straße vermessen, verursacht durch eine Schotterspur in der Kurve. Ein Glück nur, dass außer dem Materialschaden an der Honda weiter nichts passiert ist. Bis nach Reuden zum „Tequila Drive“ schafften wir es alle. Dort gab die Kawasaki von Iron Horse dann endgültig den Geist auf. Gemeinsam warteten wir auf die Hilfe vom ADAC und nutzten die Zwangspause um uns mit dem bereits bekannten Kuchenköstlichkeiten des Biker-Cafés zu stärken. Ohne weiteren Schaden sind dann alle gut in ihren heimatlichen Gefilden angekommen.

Fazit: Auch diese Tour war, wie jede davor ein großes Erlebnis, aber besonderen Dank sollte an Holger (dem Präsident und Organisator) und den „Bikerfreunden Langenstein“ (für ihre tatkräftige Unterstützung) gehen.
 

Iron Starfish

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