Tagebuch

Usedom 2001

 

 

Die erste Mehrtagestour der Iron Riders !

Nachdem wir die eine oder andere Tour im Berliner Umland  abgefahren sind, ist der Vorschlag gemacht worden, doch mal eine Tour über mehrere Tage zu organisieren.
In die nähere Auswahl ist dann die Insel Usedom gekommen. Der Termin wurde auf den Himmelfahrtstag festgelegt. Die Reise sollte bis zum darauf folgenden Sonntag dauern.
Ich habe diesen Vorschlag aufgegriffen und einfach angefangen im Internet nach geeigneten Unterkünften zu suchen. Auf dem Campingplatz Lütow, auf der Haffseite der Insel, bin ich dann fündig geworden. Unterkunft mit Frühstücksmöglichkeit – was wollen wir mehr?
Ein bisschen Kultur auf der Fahrt sollte auch sein. Also habe ich mir Lars ins Auto geladen und bin mit ihm auf die Insel gefahren, um die Unterkünfte zu inspizieren. Nebenbei haben wir noch einen Besuch in einer Historischen Mühle, den Besuch des Raketenmuseums Peenemünde und des Fahrzeugmuseums Dargen organisiert.

Mittwoch, 23. Mai 2001

Mopped putzen, Gepäck verladen, alles noch einmal in Gedanken durchgehen.
Ich habe vorher noch nie eine Tour organisiert. Das führte zu höllischer Aufregung in den letzten Tagen vor der Abfahrt. Hast du alles bedacht? Hoffentlich hast du dich nicht mit den Fahrzeiten verkalkuliert.  Alles sollte auf die Minute genau klappen. Was, wenn wir irgendwo zu spät ankommen? Hoffentlich passiert kein Unfall! - Man bin ich nervös!!

Donnerstag, 24. Mai 2001, Himmelfahrt

Pünktlich um 08:00 Uhr trafen wir uns mit einigen Freunden und Bekannten um Gepäck in Jacquelines Auto zu verladen. Eine kurze Einweisung in den Ablauf der Tour, einen Kaffee und dann ging es los. Ein Glück, dass am Himmelfahrtstag in Berlin nicht so viel Verkehr ist.
Als dann jeder seine Position in der Kolonne gefunden hatte, machten wir uns über die B 109 auf den Weg zu unserem ersten Etappenziel, der historischen Mühle in Boitzenburg.
Dort bekamen wir nach einer Einführung in die Geschichte der Müllerzunft, die alte Mühle in Aktion zu sehen. Anschliessend ein gutes Mittagessen in der Mühlenschänke, so dass wir gestärkt unseren Weg in Richtung Usedom fortsetzen konnten. Denn dort sollte uns ja noch ein Motorradtreffen den Abend versüßen.  Auf dem Campingplatz in Lütow angekommen, waren wir dann doch etwas enttäuscht weil das Mopped - Event bereits vorbei war.
Aber das tat der Stimmung aller 18 Teilnehmer keinen Abbruch. Bungalows beziehen und in der Schänke noch einen kleinen Imbiss. Ein wenig „Männertag“ feiern war natürlich auch noch drin. 

- Phuuuhh – das war der erste Tag und es hat alles geklappt!

Freitag, 25. Mai 2001

08:00 Uhr Frühstück. Anschliessend führte uns der Eigentümer des „Naturcamp Lütow“ persönlich mit seiner Honda Transalp auf den schönsten Inselstraßen über ein idyllisches Fischerdorf bis zum Raketenmuseum nach Peenemünde. Ausserdem besuchten wir dort noch ein, in seinem letzten Hafen liegendes, russisches U-Boot.
Für den Abend hatten wir Grillfleisch und Getränke im Auto aus Berlin mitgenommen. Der jüngste Moppedfahrer (Paul der eigentlich René heißt) wurde verdonnert den Grill zu betätigen.

- Der zweite Tag und alles hat geklappt!

Samstag, 26. Mai 2001

Frühstück heute, nach grossem Protest, erst um 09:00 Uhr.
Im Anschluss eine Besichtigung des Badeortes Ahlbeck mit Strandbesichtigung.
Zum Baden war es leider zu kalt. Hinterher ging es zum Fahrzeugmuseum Dargen. Hier stellte sich allerdings heraus, dass es sich um ein DDR – Museum handelte. Ehemalige DDR – Bürger unter uns fühlten sich in die alte Zeit zurück versetzt und den Altbundesbürgern vermittelte das Museum ein paar Erkenntnisse über das Leben in der DDR.
Abends musste Paul wieder ran um uns mit der nötigen Grundlage zu versorgen, damit das Bier im Anschluss besser schmeckte. - Fazit der Auswertung: alles hat prima geklappt, das machen wir mal wieder. Dabei wurde dann festgelegt, dass wir im nächsten Jahr um die gleiche Zeit eine Tour in den Harz unternehmen sollten.  

Sonntag, 27. Mai 2001

Nach dem Frühstück haben wir die Bungalows gereinigt und sind dann in Richtung Heimat aufgebrochen. Getrennt von den schnellen Maschinen, sind die letzten Moppeds am späten Nachmittag wieder zu Hause angekommen.

- Meine Güte- das war Stress für mich, aber es hat riesigen Spass gemacht.

Ich denke, dass ich die Organisation der nächsten Tour etwas gelassener angehen kann.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich noch an Jacqueline richten, die tapfer mit Ihrem Auto unser Gepäck befördert hat und sich dabei manchmal am Rande der Legalität bewegen musste.

Holger

Usedom Die schönsten Momente ...

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